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Hypothekenpfandbrief

Deckungsfähige Werte für Hypothekenpfandbriefe sind grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, in Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), in der Schweiz, den USA, Kanada, Japan, Australien, Neuseeland und Singapur.

Dabei dürfen jedoch nur Darlehen bis zu 60 % des Beleihungswertes zur Deckung benutzt werden. Neben Immobiliendarlehen sind bis maximal 20 % des Gesamtbetrages der umlaufenden Hypothekenpfandbriefe auch weitere Deckungswerte zulässig: Dabei handelt es sich um Forderungen aus Schuldverschreibungen von oder gewährleistet durch Zentralregierungen und unterstaatlichen öffentlichen Stellen (siehe auch „Öffentliche Pfandbriefe“) sowie um Geldforderungen gegen geeignete Kreditinstitute.

Schließlich können auch Ansprüche aus mit geeigneten Kreditinstituten abgeschlossenen Derivategeschäften bis zu einem Maximum von 12 % (basierend auf ihrem Barwert) in Deckung genommen werden.

Im Pfandbriefgesetz (PfandBG) wird die Deckungsfähigkeit von Forderungen für Hypothekenpfandbriefe insbesondere geregelt in §§ 12 – 19.


Produktbeschreibung im Produktinformationsblatt

Seit Juli 2011 müssen Kreditinstitute in der Anlageberatung bei Wertpapieren ihre Kunden mittels eines standardisierten Produktinformationsblattes (PIB) über die Produkte informieren, die sie ihnen anbieten. Der vdp hat für seine Mitgliedsinstitute ein Muster-Produktinformationsblatt für Pfandbriefe entworfen. Der Teil, der das Produkt Hypothekenpfandbrief beschreibt, lautet:

„Der Hypothekenpfandbrief ist eine Schuldverschreibung, die von einer Bank oder Sparkasse nach den Vorgaben des Pfandbriefgesetzes ausgegeben wird. Der Hypothekenpfandbrief ist hauptsächlich mit grundpfandrechtlich gesicherten Immobiliendarlehen gedeckt. Für den Fall der Insolvenz des Emittenten dienen diese Deckungswerte dazu, die Ansprüche der Pfandbriefgläubiger weiterhin zu erfüllen. Der Erwerber des Pfandbriefs hat gegenüber dem Emittenten einen Anspruch auf die vereinbarten Zinszahlungen für die Laufzeit des Pfandbriefs und auf die Rückzahlung des Nennbetrags am Ende der Laufzeit.“

Ergänzung für Jumbo-Pfandbriefe:
„Der Jumbo-Pfandbrief ist ein Pfandbrief mit einem Mindestvolumen von 1 Milliarde Euro. Der Jumbo-Pfandbrief darf ausschließlich in Euro begeben werden, muss an einer europäischen Börse zum Handel zugelassen sein und über einen festen Zinssatz verfügen.“

Die vollständigen Musterformulierungen des vdp können Sie hier herunterladen.


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