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Flugzeugpfandbrief

Mit dem am 26. März 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Fortentwicklung des Pfandbriefrechts wurde der Flugzeugpfandbrief als vierte Pfandbriefart in das Pfandbriefgesetz eingeführt. Mit der Debütemission eines Flugzeugpfandbriefes am 10. Juli 2012 startete die neue Pfandbriefart erfolgreich.

Die gesetzliche Grundlage für den Flugzeugpfandbrief bilden die dem Unterabschnitt Schiffspfandbriefe nachgebildeten §§ 26a – 26f des Pfandbriefgesetzes. Als Deckung für Flugzeugpfandbriefe dürfen durch Registerpfandrechte nach § 1 des Gesetzes über Rechte an Luftfahrzeugen oder durch ausländische Flugzeughypotheken gesicherte Darlehensforderungen verwendet werden.

Ebenso wie bei den Schiffspfandbriefen ist die Deckungsfähigkeit auf die ersten 60 % des Flugzeugbeleihungswertes begrenzt. Die Darlehenslaufzeit ist auf 20 Jahre beschränkt. Auch für den Flugzeugpfandbrief sind weitere Deckungswerte in Form von Forderungen aus Schuldverschreibungen von oder gewährleistet durch Zentralregierungen und unterstaatliche Stellen, Geldforderungen gegen geeignete Kreditinstitute sowie Ansprüche aus Derivategeschäften zugelassen.

Produktbeschreibung im Produktinformationsblatt

Seit Juli 2011 müssen Kreditinstitute in der Anlageberatung bei Wertpapieren ihre Kunden mittels eines standardisierten Produktinformationsblattes (PIB) über die Produkte informieren, die sie ihnen anbieten. Der vdp hat für seine Mitgliedsinstitute ein Muster-Produktinformationsblatt für Pfandbriefe entworfen. Der Teil, der das Produkt Flugzeugpfandbrief beschreibt, lautet:

„Der Flugzeugpfandbrief ist eine Schuldverschreibung, die von einer Bank oder Sparkasse nach den Vorgaben des Pfandbriefgesetzes ausgegeben wird. Der Flugzeugpfandbrief ist hauptsächlich mit Darlehensforderungen gedeckt, welche durch Registerpfandrechte nach §1 des Gesetzes über Rechte an Luftfahrzeugen oder durch ausländische Flugzeughypotheken gesichert sind. Für den Fall der Insolvenz des Emittenten dienen diese Deckungswerte dazu, die Ansprüche der Pfandbriefgläubiger weiterhin zu erfüllen. Der Erwerber des Pfandbriefs hat gegenüber dem Emittenten einen Anspruch auf die vereinbarten Zinszahlungen für die Laufzeit des Pfandbriefs und auf die Rückzahlung des Nennbetrags am Ende der Laufzeit.“

Ergänzung für Jumbo-Pfandbriefe:
„Der Jumbo-Pfandbrief ist ein Pfandbrief mit einem Mindestvolumen von 1 Milliarde Euro. Der Jumbo-Pfandbrief darf ausschließlich in Euro begeben werden, muss an einer europäischen Börse zum Handel zugelassen sein und über einen festen Zinssatz verfügen.“

Die vollständigen Musterformulierungen des vdp können Sie hier herunterladen.

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