vdp
square

Wohnungspolitische Aktivitäten


Zusammenarbeit mit anderen immobilienwirtschaftlichen Verbänden

Im Herbst 2012 haben sich die immobilienwirtschaftlichen Verbände Bundesverband Freier Wohnungsunternehmen (BFW), Bundesfachverband der Immobilienverwalter (BVI), Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV), Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Immobilienverband Deutschland (IVD), Verband Geschlossener Fonds (VGF), Zentraler Immobilienausschuss (ZIA) und vdp unter einem gemeinsamen Dach zusammengeschlossen und die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) gegründet. Die BID wird sich zu zentralen Themen der Immobilienwirtschaft äußern: Demografischer Wandel, Energiewende und Klimaschutz, Steuerrecht, Finanzierungsfragen sowie das gesamte Spektrum der Stadtentwicklung. Aktiv eingebracht hat sich die BID bereits im Berichtsjahr zum Mietrechtsänderungsgesetz, zur Novellierung des Energieeinspargesetzes (EnEG) und zur Energieeinsparverordnung (EnEV). Lobbyistische Erfolge hatte der Vorgängerzusammenschluss BSI (Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft) 2012 insbesondere beim Themenfeld „Energie und Immobilien“. Hier konnte erreicht werden, dass die ursprünglich in der EU-Energieeffizienzrichtlinie enthaltenen verbindlichen Sanierungsziele für den Gebäudebestand weggefallen sind. Stattdessen müssen nun die Mitgliedstaaten Strategien vorlegen, wie bis zum Jahr 2050 das Ziel der 80%igen Energieeinsparung im Gebäudebestand erreicht werden soll. Auch bei der EnEV 2012 hat die BSI erreicht, dass Bestandsgebäude ausgeklammert bleiben und „nur“ die Anforderungen für den  Neubau stufenweise moderat verschärft werden. Schwerpunkte der Arbeit des ZIA, in dem der vdp ebenfalls vertreten ist, waren vor allem die Finanzierungsthemen rund um die Auswirkungen von Basel III, Solvency II und der AIFMRichtlinie auf die Immobilienwirtschaft.

Gutachten zum Wirtschaftsfaktor Immobilien

Um die Bedeutung der Immobilienbranche nach Außen darzustellen, hat die BSI gemeinsam mit dem Zentralen Immobilienausschuss (ZIA), der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif), dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung sowie dem Bundesbauministerium ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Forschungsinstitute IW Köln und ZEW Mannheim erstellt haben. Das Gutachten, das im Juli 2009 vorgestellt wurde, macht zur Bedeutung des Immobiliensektors folgende Kernaussagen: 12 % der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung (rund 251 Mrd. Euro) werden von der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft erbracht. 51 % des gesamtwirtschaftlichen Kapitalstocks sind in Wohnungen angelegt, 35 % in Nichtwohnbauten. Folglich sind 86 % des deutschen Kapitalstocks in Immobilien gebunden. Das Gutachten hat sich auch intensiv mit der Rolle des deutschen Immobilienmarktes im internationalen Vergleich beschäftigt. Besonders hervorgehoben wird darin die stabilisierende Wirkung des Festzinsdarlehens und der Beleihungswertsystematik.

Dialog im Bundesbauministerium

Der Immobilienwirtschaftliche Dialog im Bundesbauministerium wurde im Jahr 2009 fortgeführt. In Leitungsgesprächen (Staatssekretärebene) und Werkstattgesprächen (Abteilungsleiterebene) diskutierten die Ministerialvertreter mit Vertretern der wohnungs- und immobilienwirtschaftlichen Verbände sowie der Kreditwirtschaft. Im Vordergrund standen die Klima- und Energieeinsparungsziele, die inzwischen immer stärker seitens der EU formuliert werden, sowie die Konsequenzen daraus für die Anpassung des Mietrechts. In weiteren Gesprächen wurden die Auswirkungen des Konjunkturprogramms II diskutiert, die KfW-Förderprogramme vorgestellt sowie eine Bestandsaufnahme der Wohnungs- und Immobilienpolitik am Ende der Legislaturperiode vorgenommen.

Impressum   |   Datenschutz  |  Satzung
Daten werden geladen
Schließen