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LGD-Grading

Mit der Neuordnung der Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute (Basel II) strebt der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht die Annäherung des regulatorischen an den ökonomischen Eigenkapitalbegriff an.

Eigenkapital und Risiko: Hinwendung zum qualitativen Ansatz

Eigenkapital als Risikopuffer soll dort in höherem Maß vorgehalten werden müssen, wo ein höheres Risiko besteht und umgekehrt. Damit wird die Abkehr von der aktuellen, an quantitativen Kriterien orientierten und die Hinwendung zu einer "qualitativen", d.h. am Risikoprofil eines Kreditinstituts orientierten Bankenaufsicht vollzogen.

Die Kreditinstitute werden die Kreditvergabe und die Konditionen künftig stärker als bisher an der individuellen Bonität des Schuldners und der Qualität der Sicherheiten ausrichten. Dabei können sie auf externe Qualitätseinstufungen oder eigene Bonitätseinschätzungen (internes Rating) zurückgreifen.

Parameter für die Eigenkapitalunterlegung

Im Rahmen des fortgeschrittenen, internen Ratingansatzes von Basel II sind wesentliche Parameter für die Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung:

  • die Wahrscheinlichkeit eines Schuldnerausfalls (Probability of Default, PD)
  • der Verlust bei Schuldnerausfall (Loss Given Default, LGD)
  • der ausstehende Betrag bei Schuldnerausfall (Exposure At Default, EAD).

Diese Parameter sind, unter Beachtung hoher aufsichtlicher Anforderungen, von den Kreditinstituten selbst zu schätzen.

LGD-Modell des vdp

Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken e.V. zusammengeschlossenen Institute haben gemeinsam ein Modell zur Ermittlung der Verlustquote aus Sicherheiten entwickelt (LGD-Grading).

Damit wird ein wesentlicher Bestandteil des fortgeschrittenen Ratingansatzes erfüllt. Dieser gewährleistet, dass die hohe Werthaltigkeit des Grundpfandrechts, des Besicherungsinstruments der Immobilienfinanzierung, adäquat in der Eigenkapitalunterlegung zum Ausdruck kommt.

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