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Wissenswertes über Finanzierungen

Sie möchten selbst bauen oder ein Haus kaufen und benötigen Informationen zur Finanzierung?

An dieser Stelle wird auf grundlegende Aspekte der Finanzierung eingegangen. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte direkt an eines unserer Mitgliedsinstitute.

Wir bieten Ihnen Anhaltspunkte zu folgenden Fragen:

1. Wie viel Eigenkapital sollte vorhanden sein?

Das hängt selbstverständlich von der individuellen Situation ab. Folgende Faktoren beeinflussen die individuellen Eigenkapitalanforderungen:

  • Einkommenshöhe
  • Finanzierungskosten
  • etwaige Bürgschaften

Prüfen Sie Ihre persönlichen Vermögensverhältnisse, Sparguthaben, Termingelder und auch, ob evtl. Bausparverträge zuteilungsreif werden.

Obwohl die Eigenmittelquote je nach Darlehensnehmer deutlich schwankt, sollten die Eigenmittel ungefähr ein Viertel der Erwerbs- oder Herstellungskosten betragen.

2. Wie werden Darlehen in der Regel bedient und welche Tilgungsvarianten gibt es?

1. Annuitätendarlehen

Die übliche Darlehensform in der Wohnungsbaufinanzierung ist das Annuitätendarlehen. Hier werden ausgehend von der Anfangshöhe des Darlehens gleich bleibende Jahresleistungen (Annuitäten), die sich aus Zins- und Tilgungsbeträgen zusammensetzen, vereinbart.

Bei Hypothekenfinanzierungen beträgt der Tilgungssatz in der Regel 1 % p.a. Mit jeder Tilgungsrate verringert sich die Darlehensschuld. Damit geht im Zeitablauf der Zinsanteil zurück und der Tilgungsanteil steigt.

Ob die Annuitätenleistung halb- oder vierteljährlich bzw. monatlich erbracht wird, können Sie mit ihrer Bank individuell vereinbaren.

2. Abzahlungsdarlehen

Seltener wird auf Abzahlungsdarlehen zurückgegriffen. Hier sind die Raten, mit denen die Darlehensschuld getilgt wird, gleich. Die Zinszahlungen nehmen mit zunehmender Tilgung ab; damit nimmt auch der jährlich Kapitaldienst aus Zins- und Tilgung ab.

3. Endfällige Darlehen (Lebensversicherung)

Außerdem sind so genannte endfällige Darlehen u.a. in Verbindung mit einer Lebensversicherung geläufig. Hier entfällt die regelmäßige Tilgung, stattdessen erfolgt sie am Ende der Laufzeit in einem Betrag, der dann aus der fälligen Lebensversicherung aufgebracht wird.

3. Wie lang ist die Gesamtlaufzeit und welche Zinsbindung ist sinnvoll?

Sowohl den Zeitpunkt, zu dem das Darlehen zurückgezahlt werden muss, als auch die Zinsbindungsfrist kann mit der Bank vereinbart werden.

Zwei Faktoren sind für die Bestimmung der Gesamtlaufzeit maßgeblich:

  • der Effektivzinssatz und
  • die anfängliche Tilgungshöhe.

Darlehen mit einer anfänglichen Tilgung von 1% sind nach etwa 30 Jahren getilgt.

Wählen Sie eine höhere Tilgung vereinbart haben, verkürzt sich die Zeit bis zur vollständigen Rückzahlung spürbar. Gleichzeitig steigt aber auch Ihre monatliche Belastung.

Bei der Zinsbindung können Sie in der Regel zwischen ein- bis 15-jähriger Laufzeit wählen. Gehen Sie davon aus, dass die Zinsen steigen, wählen Sie eine längere Laufzeit, ansonsten eher eine kürzere. Sie können sich auch für eine Aufteilung des Darlehens auf unterschiedliche Zinsfestschreibungen entscheiden.

4. Welche Unterlagen sind für eine Immobilienfinanzierung erforderlich

Wie schnell die Bank eine Finanzierungszusage machen kann, hängt regelmäßig davon ab, wie schnell der Kunde die benötigten Unterlagen bereitstellt.

Bei neuen Bauvorhaben sind dies:

  • Bauzeichnungen mit Lageplan,
  • Baubeschreibung mit Berechnung des umbauten Raumes sowie der Wohn- und Nutzfläche, 
  • eine Übersicht über die voraussichtlichen Gesamtkosten und die vorgesehene Finanzierung, 
  • die Baugenehmigung sowie 
  • der Grundstückskaufvertrag.

Bei bestehenden Gebäuden muss der Kunde Bauzeichnungen (soweit noch vorhanden) und Lageplan vorlegen. Bei Eigentumswohnungen genügt statt der Bauzeichnung ein Wohnungsgrundriss. Daneben benötigt die Bank die Baubeschreibung (soweit noch vorhanden) mit Berechnung des umbauten Raumes sowie der Wohn- und Nutzfläche.

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